GNTM – Sind Videoportale schuld an sinkender Einschaltquote?
Anja W. | 17. März 2011 | 10:00 Uhr | Kommentare 1
Die Einschaltquote bei Germany`s Next Topmodel ist gesunken. Anscheinend haben 0,65 Mio Menschen weniger Interesse an den schönen Models. Aber schauen wirklich weniger Menschen diese Show, oder gucken sie sie lieber per Internet zu einem günstigeren Zeitpunkt?
Fernsehgucken via Internet ist ja sehr bequem. Zeitlich unabhängig und häppchenweise können die Shows genossen werden. Selbst unterwegs mit SmartPhone oder iPhone während längerer Wartezeiten oder Bahnfahrten können diese Sendungen die ansonsten leere Zeit füllen. Für jüngere Zuschauer/innen ist es sowieso besser, früher ins Bett zu gehen und Heidi Klum & Co am nächsten Tag zu genießen.
1,02 Mio Menschen haben die Auftaktsendung von “Germany`s Next Topmodel” vom 03.03.2011 in der darauffolgenden Woche im Videoportal ProSieben.tv angeklickt. Nun kann man schlecht diese Zahl mit der Zahl der Fernsehzuschauer addieren, denn sicherlich hat der ein oder andere diese Sendung zum wiederholten Male angeschaut. Doch da die Einschaltquoten dieses Formates gerade bei den 14-49 Jährigen so stark zurückgegangen sind, stellt sich die Frage, ob die Videoportale dem herkömmlichen Fernsehen den Rang ablaufen.
Andere Castingshows wie Deutschland sucht den Superstar oder Das Supertalent weisen im Gegensatz zu GNTM erhöhte Zuschauerzahlen auf, obwohl auch diese Shows im Internet verfügbar sind. Also hat bisher das normale Fernsehen noch nicht an Bedeutung verloren, und Heidi Klum muss sich nun doch der Frage stellen, warum ausgerechnet bei ihrer Castingshow die Quoten zurückgehen. Und nicht nur die Quoten, auch Teilnehmerinnen verlassen das sinkende Schiff.
Videoportale sind wohl eher eine zusätzliche Einnahmequelle der Sender, die über das Internet diejenigen Zuschauer/innen erreichen, die sich die Sendung sonst gar nicht angeschaut hätten. Und für die großen Fans bieten sie eine tolle Möglichkeit, sich ihre Lieblinge täglich wieder an zu sehen.
Abgelegt unter: Allgemein • Germany´s Next Topmodel
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Über den Autor: Vergangenen Sommer habe ich den Schuldienst als Lehrerin (Latein; Religion) quittiert, um mich beruflich neu zu orientieren. Nun gebe ich noch ein paar Stunden an einem Berufskolleg und arbeite als freie Texterin.
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Die Problematik ist m.E. anders gelagert:
Gibt es etwas anderes zu tun, was man nicht ins “Videoportal” verschieben kann?
Viele Produktionen oder Zukäufe sind in den Portalen nicht oder nur kurz gratis verfügbar. Das wird dann priorisiert gesehen.
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