ESC 2012 – Thomas D mag keine Casting-Shows, auch nicht The Voice...

ESC 2012 – Thomas D mag keine Casting-Shows, auch nicht The Voice of Germany

Thomas D  ist bei Unser Star für Baku dieses Jahr Jury-Präsident und Nachfolger von Stefan Raab. Dass der Hip-Hop-Rapper von den „normalen“ Casting-Shows nicht begeistert ist, konnte man sich denken. Was er aber nun in einem Interview mit dem Spiegel sagte, erstaunt doch ein wenig.

Thomas D  – Mitglied von Die Fantastischen Vier – kritisierte gegenüber dem Spiegel, sowohl Deutschland sucht den Superstar, als auch The Voice of Germany:

„Mich nerven diese Überzeichnungen, wenn etwa in diesen Shows genau ein Zuschauer genau im richtigen Moment aufspringt. Das ist ja erst im Nachhinein so komponiert.
Wir sind live und können schon deshalb nicht in der Nachbearbeitung überdramatisieren.“

Zu The Voice of Germany sagt er laut DWDL.de weiter:

„Wenn einer 35 Jahre alt ist und wir noch nie etwas von ihm gehört haben, dann hat das seinen Grund. Wer 20 Jahre in Coverbands singt und den Durchbruch nicht schafft, der kriegt es auch mit einer Castingshow nicht hin.“

The Voice of Germany ist der Quoten-Sieger 2011 – da überrascht diese Kritik schon. Er selber möchte auch einen fairen Umgang mit den Kandidaten pflegen und sicherlich nicht wie Dieter Bohlen sein – für ihn fand Thomas D  nur sehr harte Worte. Aber immer alles nur toll zu finden, könne es halt auch nicht sein – er sagt dem Spiegel:

„Wenn etwas Mist ist, dann muss dazu auch ‚Mist‘ gesagt werden.“

Thomas D  will auch keinesfalls eine Lena Meyer-Landrut-Kopie bei Unser Star für Baku finden, er will

… mit dem Sieger ein Album machen, das sich abhebt von den sonstigen 08/15- Alben von Castingshow-Gewinnern. Ich will etwas präsentieren, das die Bezeichnung Kunst verdient.“

Wir sind gespannt, was die Vorausscheidungen bringen werden, und ob das, was dann die Bezeichnung Kunst verdient, dann auch Chancen beim europäischen Publikum des Eurovision Song Contest hat.