Im Knast diktierte er seine Lebensgeschichte, geschönt und aufgeschrieben wurde sie von Enno Faber. Jetzt soll bald auch das Hörbuch folgen. So, wie es aussieht, möchte er es wohl selbst besprechen. Die Rede ist von Menowin Fröhlich, dem DSDS-Zweiten 2010.

Da hat sich der Verlag Driediger sicherlich viel vorgenommen. Zunächst war das Buch mit dem interessanten Titel „Ich musste verlieren, um zu gewinnen“ so gut wie nirgendwo erhältlich, und auch der Autor dieses Artikels musste lange auf sein Rezensionsexemplar warten.
Angeblich war es nach drei Tagen bereits ausverkauft und musste nachgedruckt werden. Nur – wo sind die weiteren Auflagen? Nicht nur Amazon verkauft noch in der ersten Auflage.
Es ist sehr ruhig geworden um den 23jährigen, der derzeit in der JVA Darmstadt eine Reststrafe wegen einer früher begangenen gefährlichen Körperverletzung sowie Kreditkartenbetrug absitzt. Hier wurde die Bewährung widerrufen, weil er während dieser Zeit wieder straffällig wurde sowie mehrere Gerichtstermine und Termine bei der Bewährungshelferin nicht wahrgenommen hatte.
Etwas, was übrigens hätte vermieden werden können. Solche Erkenntnisse findet man in dem Buch allerdings vergeblich.
Fröhlich wurde im Mai dieses Jahres erneut wegen gefährlicher Körperverletzung verurteilt, diesmal hatte es seinen Ex-Booker, Helmut Werner, getroffen.
Der hätte ihn allerdings niemals angezeigt, wenn Herr Fröhlich sich damals bei ihm entschuldigt und einer Anti-Aggressionstherapie zugestimmt hätte. Nun muss er das von Gerichts wegen und 11.000 Euro Schadenersatz an den Geschädigten sind auch schon gelöhnt.
Selbst die Karriere hätte mit Werner munter weitergehen können, denn der hatte schon für die nächsten Auftritte und eine weitere Gage von 200.000 Euro gesorgt, wie er in einem Interview mit MTV mitteilte.
Mit ihm wäre Fröhlich 2011 Millionär geworden, hört man d a. Statt dessen ist derzeit von einem Schuldenberg von ca. 200.000 euro die Rede. Alleine um die 100.000 Euro verlangt Werner noch von ihm.
In Menowin Fröhlichs Buch kann man vor allen Dingen nachlesen, wie man es nicht macht, um erfolgreich zu sein. Vielleicht ist es eine Warnung für den einen oder anderen Jugendlichen, schleunigst die Spur zu wechseln, bevor es Richtung Knast geht.
Ob man dazu wirklich noch eine gesprochene Fassung braucht? Wer möchte die noch kaufen? Wie viele Fans hat Fröhlich überhaupt noch? Anhand der Käufe von CD und Buch ist eindeutig erkennbar, dass es sooo viele nicht mehr sein können.
Nun, jedenfalls halten die ihm die Stange, die jetzt noch dabei sind. Auf Facebook kann man lesen:
Menowin war immer authentisch und das bleibt er auch, sonst würde er sich selbst verleugnen, dafür ist Menowin kein Typ.
Die lakonische Antwort darauf:
Na toll – dafür ist er jetzt im Knast!
Man gewinnt den Eindruck, dass mit allen Mitteln und versucht wird, den Namen Menowin Fröhlich in Erinnerung zu halten. Nur 16 google-Hits sprechen allerdings eine andere Sprache. Nach dem Finale einer Castingshow hat der Teilnehmer kein allzu großes Zeitfenster, seine Karriere zu starten. Menowin Fröhlich hat diese Zeit leider nicht zu seinen Gunsten genutzt.
Und inzwischen gibt es schon wieder weitere unangenehme Gerüchte zu Menowin, die auf seiner eigenen Fanseite verbreitet werden. Angeblich hat man in seiner Zelle bei einer Routine-Durchsuchung eine kleine Menge Hasch sowie eine selbstgebaute Pfeife gefunden.
Wann hört das mal auf?








