Yvo Antoni & PrimaDonna – Interview mit den Gewinnern der letzten Staffel...

Yvo Antoni & PrimaDonna – Interview mit den Gewinnern der letzten Staffel von “Das Supertalent”

Wer erinnert sich nicht an die spektakulären Kunststückchen, welche die Hundedame PrimaDonna in der vergangenen Staffel von Das Supertalent vorgeführt hat, und sich damit in die Herzen der Zuschauer katapultierte!? Castingshow-News.de hatte die Möglichkeit, ein exklusives Interview mit ihrem Herrchen und Trainer Yvo Antoni zu führen.

Yvo Antoni (c) RTL / Stefan Gregorowius

In wenigen Tagen ist es wieder soweit und es wird Das Supertalent 2010 bei RTL gesucht. Aus diesem Anlass haben wir uns gefragt, was aus dem Sieger der vergangenen Staffel, der Hundedame PrimaDonna, geworden ist. Yvo Antoni (31), Herrchen und Dresseur der talentierten Hündin, gab uns freundlicherweise ein Interview und beantworte alle Fragen, die uns brennend interessierten.

CSN: Wie geht es Dir?

Yvo: Mir geht es sehr gut. Ich bin gerade in der Schweiz. Gestern hatten wir einen Fernsehauftritt bei Aeschbacher. Das kann man mit Stern-TV vergleichen. Morgen bin ich in der Nähe von Zürich bei einem “tierischen Event“. Dort werde ich mit meinem neuen Werbepartner, der Firma Hill´s, zu sehen sein. Wie nicht anders zu erwarten sein wird, ist es ein Hundefutter-Hersteller. Es ist schon Tierfutter der besseren Klasse. Tierärzte empfehlen dieses Produkt zum Beispiel. Für dieses Produkt werben wir dann in der Schweiz und in Liechtenstein.

CSN: Wie geht es dem eigentlichen Supertalent, also PrimaDonna?

Yvo: PrimaDonna geht es bestens, Ich achte immer darauf, dass es nicht zu viel wird für sie. Wir haben höchstens 2 Auftritte in der Woche, denn sie soll in erster Linie Hund bleiben. Also sie macht das, was jeder Hund gerne mag: am Rhein rum laufen, schnüffeln, sich wälzen wo sie mag, schwimmen gehen… und andere Hunde treffen. Also ein ganz normales Hundeleben führen. Also es geht ihr wirklich gut.

CSN: Was hat sich in Deinem Leben und in dem Leben von PrimaDonna geändert seit dem Sieg bei “Das Supertalent”?

Yvo: Wir werden viel interviewt, sind als Werbepartner interessant geworden und haben mehr Auftritte als vorher. Das war der eigentliche Zweck, warum wir bei “Das Supertalent” mitgemacht haben. Wir wollten ja bekannter werden und mehr Auftritte haben. Das hat also funktioniert.

CSN: Wie bringst Du PrimaDonna die Kunststückchen bei?

Yvo: Da optische Zeichen für einen Hund besser zu verstehen sind, als akustische Signale, hatten wir keine Probleme unsere Show zu erarbeiten. Zuerst überlege ich mir immer, wie bringe ich ihr bei, was ich erreichen möchte. Es ist schon schwierig den richtigen Weg zu finden, denn alles Üben nützt nichts, wenn der Hund es nicht versteht. Natürlich darf auch der Spass für das Tier nicht zu kurz kommen, und die Belohnung wenn es geklappt hat. Nicht nur beim Training, sondern auch bei der Show, denn auch ein Tier macht, wie der Mensch, nichts umsonst. Anerkennung in Form eines Leckerli muss schon sein.

CSN: Wie ist es, wenn ihr auf der Bühne steht?

Yvo: Es ist unheimlich wichtig, dass der Hund sich nur auf mich konzentriert, wenn wir unsere Show vorführen. Das ist beim Training genauso wie auf der Bühne. Wobei es da schon schwieriger ist, weil es mehr Reize gibt, die ungewohnt sind für einen Hund und ablenken können. Auch die Lautstärke spielt eine Rolle bei den Auftritten. Es kommt immer auf die Veranstaltung an. Auf einer Bühne mit viel Scheinwerfern ist es zwar laut, aber wir bekommen nicht mit, dass da 1000 Leute sitzen. Bei Veranstaltungen wo keine Scheinwerfer sind, ist es schon schwieriger. Ich versuche immer die komplette Aufmerksamkeit von dem Hund auf mich zu lenken. Sie soll gar nicht mitbekommen, dass da noch andere Leute sind. Sie soll nur auf mich achten. Das ist schon sehr schwierig, aber es gelingt uns immer. Ausserdem bekommt sie ja immer Leckerli. Die reizen dann schon mehr, als die Leute drum herum. Das hat uns letztendlich auch bei “Das Supertalent” geholfen, denn sie hat einfach genial mitgemacht.

CSN: Gab es negative Reaktionen auf die Hundenummer?

Yvo: Zum Glück standen keine Tierschützer bei mir vor der Tür und haben mich als Tierquäler bezichtigt. Ich zwinge den Hund ja auch nicht Dinge zu tun. Ausserdem wird der Hund ausreichend gelobt und belohnt für das was er tut. Prima-Donna würde auch niemals Dinge tun, wozu sie keine Lust hat. Das negativste, was uns nach dem Supertalent widerfahren ist war, dass die Presse geschrieben hat, der Hund hat ein Burnout Syndrom. PrimaDonna ist mit den Nerven fertig. Diese Schlagzeilen resultierten daraus, dass PrimaDonna bei der Verleihung, also als das Feuerwerk war, von der Bühne gelaufen ist. Das war aber eine total normale Reaktion, denn wer mag schon solchen Krach. Darum habe ich auch die Supertalent-Tour abgesagt. Ich wollte PrimaDonna einfach nur Ruhe gönnen. Nämlich bevor es dem Hund zuviel wird. Also zum Wohl des Hundes. Die Presse hat das leider anders gesehen. Wer aber Ahnung von Tieren hat, der hat mich verstanden. Darum sind negative Reaktionen auch ausgeblieben.

CSN: Hat PrimaDonna Star-Allüren?

Yvo: Nein gar nicht. Es hat sich nichts geändert. Ich behandle sie auch nicht anders als vorher. Also goldener Futternapf ist nicht. Es gibt auch keine Massagen in einem Nobel Salon. Sie bekommt es von meiner Seite aus gar nicht so mit, dass sie ein Star ist. Allerdings, wenn wir auf der Strasse sind, dann rufen schon einige Leute ihren Namen. Da reagiert sie aber eher irritiert, wenn von allen Seiten “PrimaDonna” gerufen wird, denn wenn sie von wildfremden Leuten gerufen wird, weiss sie nicht wie sie reagieren soll. Das ist schon eher beängstigend für sie, als dass sie sich wohl fühlt. Sie ist ein ganz normaler Hund geblieben. Und wenn ein Hase in der Nähe ist, dann hört mein Einfluss auf. Der wird gejagt. Eben wie bei einem gesunden, normalen Hund auch.

CSN: Wie übt ihr die Kunststückchen ein?

Yvo: Egal ob wir zu Hause sind oder im Park, jedes Spielen ist auch mit etwas Lernen verbunden. Wenn sich die Gelegenheit ergibt, dann wird Spielen gleichzeitig zu Trainieren. Wir machen immer nur kurze Trainingseinheiten. Wenn es am spannendsten wird, dann hör ich auf. So hat sie beim nächsten Mal wieder Lust, denn sie erinnert sich an den Spass. So geht es dann immer ein Stückchen weiter, bis das nächste Kunststückchen einstudiert ist. Unser Training endet immer mit einem positiven Ergebnis. Sonst würde sie den Spass verlieren.

CSN: Was sagst Du dazu, dass so viele Hunde wie PrimaDonna nach Deinem Sieg bei “Das Supertalent” gekauft wurden?

Yvo: Das ist mir aufgefallen. Der Jack Russell Terrier war schon vor “Das Supertalent” ein sehr modernes Tier. Allerdings sieht man auch, dass die Tierheime voll sind mit Jack Russell Terriern. Man sagt nicht umsonst ‘Es ist ein grosser Hund in einem kleinen Körper’. Ein Jack Russell Terrier muss gefordert werden. Das ist kein Hund für die Couch. Ich hatte nie vor, falsche Eindrücke zu erwecken, nur weil der Jack Russell Terrier ein gelehriges Tier ist. Mit so einem Hund muss man sich wirklich beschäftigen. Ich hoffe, dass alle Menschen, die sich ein Tier anschaffen, sich mit diesem Tier beschäftigen und ein gutes Leben ermöglichen. Es ist kein Spielzeug. Die Tierheime sind leider voll mit Jack Russell Terriern, weil es leider unterschätzt wird, was da auf einen zu kommt.

CSN: Ist es schwierig für PrimaDonna, die Kunststückchen zu erlernen?

Yvo: Das rückwärts Slalom-Laufen ist für einen Hund viel schwerer zu erlernen, als auf meinen Füssen Männchen zu machen, wenn ich einen Kopfstand mache. Es sieht spektakulärer aus, ist aber wesentlich einfacher zu trainieren. Bei dem Zusammenstellen einer Show muss ich immer spektakuläre Kunststückchen einbauen, damit es für die Zuschauer sehenswert ist. Für die Choreographie, die wir im Finale gezeigt haben, hatten wir nur eine Woche Zeit zum üben. Aber es hat super funktioniert. Meine Frau hat mich super unterstützt beim Training. Das Seilspringen z.B. hat PrimaDonna in wenigen Minuten gelernt. Das hat genau 3 mal 5 Minuten gedauert und es hat funktioniert. Sie ist ja schon immer gerade vor mir hoch gesprungen. Das haben wir 5 Minuten geübt, während das Seilchen mitschwang. Dann 5 Minuten, wie das Seilchen unter ihr durchschwingt, während sie springt. Und dann sind wir gemeinsam gesprungen. Und das hat PrimaDonna unheimlich Spass gemacht, weil wir es beide gemeinsam machen. Dieser Trick ist eine stärkere Verbindung zwischen uns beiden, weil wir es gemeinsam machen.

CSN: Was würde passieren, wenn Du Dir mal ein Bein brichst, was ich Dir natürlich nicht wünsche?

Yvo: PrimaDonna macht mit meiner Frau auch Tricks. Sie trainiert auch mit ihr. Sie würde mit ihr unter Umständen auch auf die Bühne gehen, aber die Hundenummer sollte meine Sache bleiben. Da sind wir uns beide einig. Meine Frau würde bei so einem Unfall auch nicht die Show ersetzen, weil es nicht das selber wäre.

CSN: Habt ihr vor, die Show weiter auszubauen?

Yvo: Es ist nicht vorgesehen, dass wir unsere Show ändern. Wir werden meine Frau nicht in die Nummer einbauen. Auch den anderen Hund nicht. Kloppstock, so heisst er, werden wir nicht für diese Show einbauen, obwohl er auch alle diese Kunststückchen drauf hat. Wir haben das grosse Glück, dass wir nichts Neues einstudieren müssen, sondern einfach mit der fertigen Show touren können.

CSN: Wann sehen wir Euch beide in Deutschland wieder?

Yvo: Vielleicht seht Ihr uns bei “Das Supertalent 2010” in einer Sendung noch einmal wieder. Genaues weiss ich noch nicht. Im Moment sind wir in der Schweiz, dann in Liechtenstein. Aber ich trete wieder in Deutschland auf. Schaut doch einfach bei Facebook vorbei! Das ist die offizielle Seite. Ich freue mich auf Besuche auf meiner Seite.

Wir danken Yvo Antoni für dieses schöne und aufschlußreiche Interview und wünschen ihm und vor allen PrimaDonna weiterhin viel Erfolg und vor allem Gesundheit.